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Fernblicke & Felswege (Etappen 05 bis 10)

Unter diesem Titel steht unsere Moselsteig-Etappenwanderung von Trier bis Bernkastel-Kues.

Auf dem insgesamt 8-tägigen Wanderurlaub erwarten Sie sechs abwechslungsreiche Wandertage.

Sie erleben auf Ihrer Reise von Trier aus entlang der Römischen Weinstraße eine Fülle an Naturdenkmälern und zwischendurch viele wundervolle Panoramablicke auf das Moseltal. So gelangen Sie schließlich zu Ihrem Reiseziel Bernkastel-Kues, der mittelalterlichen Weinhandelsmetropole an der Mittelmosel. 

Etappe 05 von Trier nach Schweich

"Augusta Treverorum", unter diesem Namen wurde Trier vor mehr als 2000 Jahren gegründet und bezeichnet sich gerne als "älteste Stadt Deutschlands".  Sieben UNESCO-Welterbe-Bauten gibt es in Trier zu bestaunen, diese sind Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke und die Igeler Säule in Igel. Die ersten sechs Bauten liegen fußläufig nahe der Innenstadt. 

Wandeln Sie auf römischen Felspfaden durch den Weisshauswald zur Römischen Weinstraße. Zu Beginn der Wanderung haben Sie von der oberen Kante der Buntsandsteinfelsen tolle Aussichten auf die Mosel und die Stadt Trier. Bergauf und bergab wandern Sie ein Stück an der Kyll entlang und schließlich über einen Kreuzweg nach Schweich. 

Der Schriftsteller Stefan Andres hat in Schweich seine Spuren hinterlassen. Ein Brunnen ist ihm gewidmet. In Trittenheim geboren, zog er mit seinen Eltern in jungen Jahren nach Schweich. Man sieht auf diesem Brunnen Szenen aus seinen Büchern und den Kopf des Schriftstellers.

Durch das neu gegründete Kloster Prüm wurde Schweich erstmals im Jahre 721 als Soiacum bekannt. Ein Wahrzeichen der Stadt, der mittelalterliche Fährturm am Hafen, galt als eine der wichtigsten Fährübergänge der Mosel.

Etappe 06 von Schweich nach Mehring

Der Aufstieg zum Mehringer Berg erfordert ein wenig Kondition, dafür werden Sie mit einer weiten Ebene und üppigen Wiesen belohnt. Ein kleiner Abstecher zum Zitronenkrämerkreuz, ein steinerner Bildstock, ist zu empfehlen. Wieder auf dem Moselsteig, geht es weiter zum Huxlay-Plateau.

Unterwegs treffen Sie auf eine kleine Holzeisenbahn. Dieses auch "Saufbähnchen" genannte Denkmal ist dem eingefleischten Moselaner gut bekannt, handelt es sich doch um den Spitznamen für die Moseltalbahn, die zwischen 1905 und 1963 durch viele bekannte Weinbauorte fuhr. Die Fahrt dauerte teils sehr lange und wurde für ausgiebige Weinproben genutzt.

 

Das Etappenziel Mehring besticht durch die "Villa Rustica", eine zum Teil restaurierte Villa der Römer.

Etappe 07 von Mehring nach Leiwen

Sie starten an der Moselbrücke in Mehring stetig bergauf durch die Mehringer Schweiz bis zum Aussichtspunkt "Kammer Knüppchen". Diesen erreichen Sie über einen felsigen Pfad, der einiges an Höhenmetern bereit hält. Oben angekommen, haben Sie einen tollen Blick auf Riol, Mehring und die Mosel. 

In Riol lockt die Freizeitanlage "Triolago" mit Sommerrodelbahn, Schwimmbad, Wasserski-Seilbahn und Spielgolf-Anlage. 

Vom "Fünfseenblick", welchen Sie anfangs über schroffe Felsen und später über Waldwege mäßig ansteigend erwandern, werfen Sie einen traumhaften Blick auf die Mosel. Die Mosel scheint hier aus fünf Seen zu bestehen. Durch die Weinberge gelangen Sie ins Etappenziel Leiwen, ein bekannter Weinort an der Mosel.

Probieren Sie Weine der Weinlagen Leiwener Klostergarten, Thörnicher Ritsch oder Klüsserather Bruderschaft, ein "starkes Stück Mosel".

Die Gattin des Kaisers Augustus, Livia, fuhr in Begleitung ihres Mannes die Mosel abwärts und verliebte sich in die wunderschöne Landschaft. Sie ließ eine Villa erbauen und gründete dadurch, so die Sage, Leiwen.

Etappe 08 von Leiwen nach Neumagen-Dhron

Ein lang gezogener Anstieg durch die Weinberge erwartet Sie zu Beginn der Etappe. Vorbei an einem Wildgehege kommen Sie zur "Zummethöhe", welche einen fantastischen Blick auf den Moselbogen bei Trittenheim und Leiwen bietet. Sie queren die Landstraße und schon bald erreichen Sie die Konstantinhöhe, hier liegt Ihnen Trittenheim zu Füßen. Steil bergab erreichen Sie das Moselufer und schließlich auch Neumagen-Dhron, der älteste Weinort Deutschlands.

Den Ort schätzten schon die alten Römer, lag er doch strategisch günstig. Zahlreiche Ausgrabungen beweisen die Anwesenheit der Römer, die am Ausgang des Dhrontals ein Kastell anlegten. Die Grundmauern sind heute noch zu sehen. Hier finden Sie ebenfalls das Grabmal eines reichen Weinhändlers in Form eines römischen Schiffes. Dieses Schiff wurde 2007  als "Stella Noviomagi" nachgebaut und ist seitdem beliebt für Ausflugsfahrten.

Etappe 09 von Neumagen-Dhron nach Kesten / Osann-Monzel

Durch das Zweibachtal wandern Sie zum grandiosen Aussichtspunkt "Weißlei" mit Rastplatz und Schutzhütte. Lassen Sie sich bezaubern vom Blick auf Neumagen-Dhron, Piesport und Niederemmel bis zur Moselloreley. Viele Gleitschirmflieger starten von der nahe gelegenen Rampe zum spektakulären Rundflug über die Mosel. Die "Spoarkapelle" am Moselsteig steht für eine traurige Vergangenheit. Der Moselort Piesport war anfangs des 16. Jahrhunderts von der Außenwelt abgeriegelt, Grund war die damals vorherrschende Lungenpest. Bis zur Kapelle brachten die Bewohner der Nachbarorte Lebensmittel für die Menschen aus Piesport. 

Eine willkommene Pause bietet der römische Sauerbrunnen, das Wasser aus dem Brunnen ist immer noch trinkbar. Nebenan lädt das Wassertretbecken zur Erquickung der Füße ein.

Bereits in der Zeit der Römer besiedelt, gehörte das Gebiet um Osann-Monzel danach zum Frankenreich und zu Lothringen, bevor es schließlich 925 zum westlichen Grenzgebiet Deutschlands überging. Seit 1946 gehören die Orte zu Rheinland-Pfalz. Kesten wurde vor rund 1000 Jahren erstmals erwähnt. Aus dem Mittelalter stammt der Name „Castanidum“ (Kastanienhain).

Etappe 10 von Kesten / Osann-Monzel nach Bernkastel-Kues

Wir verlassen die Römer und ihre Hinterlassenschaften und begeben uns auf den Weg ins Mittelalter nach Bernkastel-Kues. Unterwegs erklimmen Sie den Brauneberg und werfen einen grandiosen Blick auf den gleichnamigen Ort. Die Weinlage "Brauneberger Juffer" ist vielen Weinliebhabern ein Begriff. Schon Napoleon wusste die filigranen Weine mit feiner Säure zu schätzen. Der Name "Juffer" geht auf drei unverheiratete Töchter eines adligen Herren zurück. 

Schon bald ragt die mittelalterliche Burgruine Landshut vor Ihnen auf, ihr zu Füßen liegt Bernkastel-Kues, eine Augenweide mit kleinen Gassen und stilvollen Fachwerkhäusern. 

Das ehemalige Helenenkloster, ein mittelalterliches Kloster, begegnet Ihnen auf Ihrer Wanderung. Hier traf einst Franz Ludwig Niessen auf Napoleon und bewahrte seinen Ort durch Zahlung einer hohen Summe vor der Plünderung durch Napoleons Truppen. 

Sie erreichen die Burg Landshut, die erste mittelalterliche Ruine auf der Moselsteigpassage flussabwärts. Nach Bernkastel-Kues gelangen Sie über einen steilen Abstieg, teils über einen Treppenpfad. 

Viel zu entdecken gibt es in dem romantischen Städtchen Bernkastel – Kues. Der historische Stadtkern verzaubert Sie mit wunderschönen und gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Die reichlich verzierten Giebel und die filigranen Schmiedearbeiten sind beliebte, einzigartige Fotomotive.
Sehenswerte Bauwerke in Bernkastel – Kues sind z.B. das Spitzhäuschen aus dem Jahr 1416, das prunkvolle Rathaus aus dem Jahr 1608, der 600 Jahre alte Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael und das einzig erhaltene Stadttor, das "Graacher Tor“.

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